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Fremdwortdiskussion und Rechtsextremismus

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Seit den 1990er Jahren hat die Fremdwortdiskussion in Deutschland an Schärfe zugenommen. Vom Zweiten Weltkrieg bis in die 1990er Jahre kommt es lediglich zu einzelnen Stellungnahmen von Politikern zur Fremdwortdiskussion, doch Anfang 2001 kritisieren zahlreiche hochrangige deutsche Politiker parteiübergreifend den Gebrauch von Angloamerikanismen im Deutschen. Erstmals seit den 1930er Jahren werden Rufe nach einem Sprachschutzgesetz laut. In diesem Zusammenhang ist die zunehmende Bildung und Einflussnahme neuer Vereinigungen zum Schutz des Deutschen zu sehen. Einige zeichnen sich durch beachtliche Mitgliederzahlen aus und fallen durch starke Medienpräsenz auf. Andere wieder sind kleinere Vereine, die aber ähnliche oder identische Ziele verfolgen. Hier wird auf das Netzwerk dieser Sprachschutz–Vereinigungen eingegangen. Es wird gezeigt, dass Sprachschutzvereine für viele rechtsgerichtete Organisationen interessant erscheinen, mit selbigen in Verbindung gebracht werden können, oder sich bewusst ihrer Unterstützung bedienen. Nicht alle untersuchten Vereine dürfen trotz ihrer beachtlichen Vernetzung pauschal als rechtsextremistisch bezeichnet werden, einige aber können als rechtsextrem eingestuft werden. Es wird gezeigt, welche Vereine Verbindungen zum politisch rechten Lager haben. Andere Vereine hingegen haben erkannt, wie schädlich solche Kontakte ihrer Sache sein können und gehen mehr oder weniger erfolgreich gegen Rechtsextremisten in den eigenen Reihen vor. Ob dies aber mit ausreichender Konsequenz geschieht, sei dahingestellt.

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