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Weltkonjunktur und deutsche Konjunktur im Frühjahr 2006

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Die Weltkonjunktur zeigt sich zu Beginn des Jahres 2006 weiter in robuster Verfassung. Zwar deutet sich für die Vereinigten Staaten an, dass die Geldpolitik allmählich die Nachfrage zu dämpfen beginnt; gleichzeitig haben sich aber die konjunkturellen Perspektiven für Japan und Europa aufgehellt. Insgesamt dürfte die Produktion in den Industrieländern 2006 mit einer Rate von 3,0 Prozent sogar schneller steigen als 2005 und auch schneller, als von uns zuvor erwartet worden war (2,6 Prozent). Die hohe wirtschaftliche Dynamik in China wird sich vorerst nur wenig verringern. So dürfte die Weltwirtschaft im laufenden Jahr nochmals kräftig zulegen. Für 2007 ist eine Abflachung des Produktionsanstiegs zu erwarten, von einem Konjunkturabschwung kann jedoch noch nicht gesprochen werden. Die Inflation bleibt im Allgemeinen moderat; unter der Voraussetzung konstanter Ölpreise wird sie im kommenden Jahr etwas sinken. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen Aufschwung. Erstmals seit fünf Jahren zieht dabei auch die Inlandsnachfrage spürbar an. Wir revidieren unsere Prognose für den Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2006 von 1,5 auf 2,1 Prozent. Im kommenden Jahr wird die Konjunktur allerdings deutlich an Fahrt verlieren. Dabei dämpfen die Anhebung der Mehrwertsteuer, die höheren Zinsen und die langsamere Expansion der Weltwirtschaft. Das reale BIP nimmt 2007 nur noch um 1,2 Prozent zu (vorher: 1,0 Prozent). Damit wird sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt nur wenig verbessern.

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Kiel Institut für Weltwirtschaft

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deu

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text/html

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http://hdl.handle.net/10419/26756

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