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Kooperationsneigung, Vernetzung und Erfolg von Unternehmen Das Beispiel der Biotechnologiebranche

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Angesichts des schnellen technologischen Wandels und der Globalisierung der Wirtschaft gewinnt die Kooperation für Unternehmen an Bedeutung. Das gilt vor allem in forschungsintensiven Branchen, so auch in der modernen Biotechnologie. In diesem neuen Wirtschaftszweig ist die Kooperationsneigung stark ausgeprägt (Kawka, Komar, Ragnitz, Rosenfeld 2003). Nach theoretischen Implikationen wirken sich die Kooperation und Netzwerkeinbindung positiv auf die Entwicklung von Unternehmen aus. Dies wird verschieden erklärt (vgl. u. a.: Balling 1998, S. 50 ff.; Koschatzky 2003, S. 3; Duschek 2002, S. 3 ff.; Klocke 2004, S. 74 ff.). So können Firmen infolge von Kooperation Transaktionskosten sparen sowie externe komplementäre Ressourcen, Spillover- und Lernkurveneffekte vorteilhaft für die Generierung und Markteinführung von Innovationen bzw. die Leistungserstellung nutzen. Den Erklärungen ist gemeinsam, dass sich hierdurch die Erfolgschancen erhöhen. Entsprechende Effekte wurden empirisch analysiert, so für die Innovationsinputs und den Erfolg von Unternehmen in Deutschland (Becker, Dietz 2001 und 2003) sowie für das Beschäftigungswachstum von Unternehmen ausgewählter Regionen (Leineweber, Schätzl 2003). In Ostdeutschland bzw. in ostdeutschen Regionen sind allerdings noch nicht die Produktivitäts- und Wachstumseffekte eingetreten, die von Innovationskooperationen bzw. Vernetzungsprozessen erwartet werden (Günther 2003, S. 104 bzw. SVR 2004, S. 640). Ein Problem der Analysen besteht darin, dass sich die Kooperations- und Netzwerkbeziehungen sowie die gemeinsamen Inputs der Akteure nicht ohne weiteres messen lassen (Barjak 2004, S. 11). Daher werden Studien zur Existenz von Kooperationsnetzwerken bzw. Cluster sowie zu Kooperations- und Netzwerkeffekten auch kritisch gesehen (Martin, Sunley 2003). Gleichwohl lassen sich die Kooperationsneigung und Vernetzung von Unternehmen anhand typischer Merkmale erfassen. Dies wird nachfolgend am Beispiel von Biotechnologiefirmen getan, um auf einzelwirtschaftlicher Ebene zu prüfen, inwieweit der Unternehmenserfolg von der Kooperationsneigung und Vernetzung beeinflusst wird. Anknüpfend daran werden Schlussfolgerungen für die Begünstigung von Kooperationen und Netzwerkaktivitäten gezogen.

Resource author

Walter Komar

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deu

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text/html

Resource resource URL

http://hdl.handle.net/10419/23741

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