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Die politische Ökonomie der EU-Osterweiterung : Ein Überblick über die Forschungsliteratur mit Kommentaren

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Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, in wie weit polit-ökonomische Ansätze den Prozess der Osterweiterung der Europäischen Union erklären können. Eine grundlegende These der Arbeit lautet wie folgt: Kritiker der Theorien rationaler Entscheidungen beziehen sich häufig auf eine sehr krude Version rationaler Entscheidungen, bei der methodisch betrachtet statische Modelle und inhaltlich betrachtet Effekte der Handelsintegration im Vordergrund stehen. Dieser einfachen Version von Modellen rationalen Handelns wird eine stilisierte dynamische Betrachtungsweise entgegengehalten, die auch andere Elemente des Erweiterungsprozesses, insbesondere die Faktormobilität, enthält. Dadurch soll gezeigt werden, dass polit-ökonomische Analysen sowohl die Grundsatzentscheidung zur Erweiterung wie auch deren Konsequenzen für den Prozess der Verhandlungen erklären können. Wesentlich für die Betrachtungen ist dabei eine Verknüpfung der zwischenstaatlichen und innerstaatlichen Ebenen des Entscheidungsprozesses. Allerdings sind auch ausgefeilten polit-ökonomischen Ansätzen in ihrer Aussagekraft durchaus Grenzen gesetzt, so dass sich die Frage nach einer Kombination unterschiedlicher Theorierichtungen stellt. In der Einleitung werden einige Erklärungsangebote der politikwissenschaftlichen Literatur diskutiert. Danach folgt eine kurze Betrachtung darüber, welche politischen und ökonomischen Probleme die Osterweiterung aufwirft. Der dritte Teil der Arbeit entwickelt einige politökonomischen Thesen, warum die nationalen Regierungen der EU den Beitrittskandidaten tatsächlich die Vollmitgliedschaft angeboten haben, und wie diese im Laufe der Verhandlungen neu definiert wurde. Im folgenden Teil wird dann die innerstaatliche Komponente des Entscheidungsprozesses näher beleuchtet. Dabei konzentriert sich die Analyse im Wesentlichen auf das Problem der Faktormobilität. Den Abschluss des Beitrags bildet eine Diskussion um Grenzen von rationalen Entscheidungsmodellen und Anknüpfungspunkte zu anderen Paradigmen der Internationalen Beziehungen. ; This working paper surveys the relevant literature in both political science and economics to explain why and how the Eastward enlargement of the EU has been agreed upon. The focus lies on delivering a politico-economic account of EU?s recent history. The comments stresses the role of X findings. First, EMU enlargement may be considered as a necessary requirement for EU enlargement itself to take place. This adds to an understanding why the final outcome of the negotiations led to full membership as opposed to other alternatives. Second, such a full membership entails redistributive effects both across and within countries. This explains why full membership was renegotiated in sensitive policy areas, once the prime decision for enlargement had been taken.

Resource author

Achim Kemmerling

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deu

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text/html

Resource resource URL

http://hdl.handle.net/10419/22117

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