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Die Auswirkung alternativer Gewinnverwendung von Kapitalgesellschaften - im Rahmen des Halbeinkünfteverfahrens - auf die Vermögenspositionen Residualanspruchsberechtigter

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Das Problem der Ausschüttungspolitik und die damit verbundene Frage der Beein- flussung der Vermögenspositionen der Residualanspruchsberechtigten genießt in der Fachwelt hohe Aufmerksamkeit, die sich in der Anzahl der dieses Problem thematisierenden Publikationen ausdrückt. Dabei können die Frage der Ausschüttung oder Einbehaltung freier Mittel, die Bestimmung der optimalen Selbstfinanzierungsquote und die Frage der optimalen Dividendenpolitik als äquivalente Probleme betrachtet werden in deren Kern die Optimierung des Vermögensstroms zwischen Eigner und Unternehmung im Vordergrund steht. Neben der grundlegenden Frage der Einbehaltung oder Ausschüttung der freien Mittel begann man sich in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts zusätzlich Gedanken darüber zu machen in welcher Form, abgesehen von der Dividendenzahlung, die Mittel im Fall der Ausschüttung die Anteilseigner erreichen sollten. Dabei rückte der Rückkauf eigener Aktien zusehends ins Licht des Interesses und wurde im Rahmen der Arbeit von Bierman/West (1966) erstmals modelltheoretisch mit der Dividendenausschüttung unter Berücksichtigung der steuerrechtlichen Gegebenheiten verglichen. Für die Gewinnverwendung ergeben sich damit die drei, hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Vermögenspositionen der Anteilseigner, zu untersuchenden Alternativen der Thesaurierung, der Ausschüttung in Form von Dividendenzahlungen und der Ausschüttung in Form des Rückkaufs eigener Anteile. Im Rahmen dieses Beitrags soll nun untersucht werden inwiefern sich die alternativen Gewinnverwendungsmöglichkeiten auf die Vermögenspositionen der Anteilseigner, unter Berücksichtigung des seit dem Jahr 2001 in Deutschland geltenden klassischen Körperschaftsteuersystems in Verbindung mit dem Halbeinkünfteverfahren (HEV) auswirken. Dabei wird sowohl der Fall des Haltens der Anteile bis zur Liquidation als auch die Möglichkeit einer zwischenzeitlichen Veräußerung der Anteile berücksichtigt. Zusätzlich wird das Verfahren des Dividenden-Stripping in die Untersuchung mit eingebunden. Dabei wird sich zeigen, dass im Vergleich zur Dividendenausschüttung der Rückkauf eigener Anteile im klassischen Körperschaftsteuersystem in Verbindung mit dem Halbeinkünfteverfahren immer vorteilhafter ist und aufgrund der parallel existierenden Dividenden- und Veräußerungsgewinnbesteuerung im Fall der Thesaurierung und des Rückkaufs eigener Anteile eine zwischenzeitliche Veräußerung der Anteile nicht zustande kommt, da die Grenzpreise von Käufer und Verkäufer zum Nachteil einer möglichen Transaktion divergieren.

Resource author

Sebastian Schanz

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deu

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text/html

Resource resource URL

http://hdl.handle.net/10419/22081

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