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Die Einführung der Praxisgebühr und ihre Wirkung auf die Zahl der Arztkontakte und die Kontaktfrequenz: eine empirische Analyse

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Im Zuge des GKV-Modernisierungsgesetzes wurde zum 1.1.2004 eine so genannte Praxisgebühr von ?10 pro Quartal für ambulante Arzt- und Zahnarztbesuche erhoben. Neben einem Beitrag zur Konsolidierung der Finanzlage der GKV sollte die Praxisgebühr auch eine Verhaltensänderung der Versicherten bewirken. Der Beitrag zeigt auf, dass die Zahl der Arztbesuche im Jahre 2004 im Vergleich zum Jahr 2003 signifikant gesunken ist. Der Anteil derjenigen, die in beiden Jahren mindestens einmal einen Arzt aufsuchten, blieb dagegen relativ konstant. Zwei Logit-Modelle verdeutlichen, dass gesundheitlich notwendige Arztbesuche z.B. bei Schwerbehinderten und Personen mit schlechtem Gesundheitszustand weiterhin getätigt wurden. Des Weiteren konnte keine Benachteiligung von Personen mit geringem sozialem Status festgestellt werden. Die Ergebnisse werden auch von anderen Studien bestätigt. Es erscheint somit plausibel anzunehmen, dass die Einführung der Praxisgebühr dazu beigetragen hat, die Zahl nicht notwendiger Arztbesuche oder Mehrfachuntersuchungen zu verringern. Schlüsselwörter: Praxisgebühr, Selbstbeteiligung, Verhaltensänderung, Arztkontakt, sozioökonomische Variablen ; As part of the Statutory Health Insurance Modernization Act a co-payment of ?10 per quarter for the first contact at a physician?s or a dentist?s office has been introduced with effect of 1st January 2004. Apart from contributing to the financial consolidation of the Statutory Health Insurance the co-payment aimed at changing the patients? behaviour towards more selfresponsibility. This article shows that physician contacts declined in the year 2004 compared to 2003. However the share of those patients who at least had one physician contact in both years remained stable. Two Logit-models point out that necessary physician contacts still take place e.g. in case of disabled persons and persons with poor health. In addition no discrimination of persons of low social status could be observed. The results are also approved by other studies. Therefore it seems plausible, that the introduction of this co-payment has contributed to a reduction of unnecessary and redundant physicians visits.

Resource author

Markus Michael Grabka, Jonas Schreyögg, Reinhard Busse

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deu

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text/html

Resource resource URL

http://hdl.handle.net/10419/18357

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