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Verbesserung der Ansiedlungsbedingungen für Unternehmen in Schleswig-Holstein

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Seit Mitte der siebziger Jahre bleibt die wirtschaftliche Entwicklung Schleswig- Holsteins hinter der des Bundesgebietes zurück. Die wirtschaftliche Dynamik in Schleswig-Holstein könnte sich erhöhen, wenn es gelänge, mehr Unternehmen als bisher für eine Ansiedlung zu gewinnen. 9 Für Ansiedlungen in Schleswig-Holstein spielten in den vergangenen Jahren Unternehmen aus Hamburg eine dominierende Rolle. Drei Viertel dieser Unternehmensverlagerungen richteten sich auf Standorte, die nicht weit von den Landesgrenzen Hamburgs entfernt liegen. Diese kleinräumige Wanderung von Unternehmen hängt - wie eine Unternehmensbefragung der Instituts für Weltwirtschaft zeigt - sicherlich zum Teil mit regionalpolitischen Fördermaßnahmen zusammen. Sie ist aber auch die natürliche Folge hoher Agglomerationskosten in Hamburg. Am wichtigsten war den ansiedlungswilligen Unternehmen, daß freie Ansiedlungsflächen dort verfügbar waren, wo auch weiterhin das große Marktpotential und die Infrastrukturvorteile Hamburgs genutzt werden konnten. Zudem wurden die Behörden in Schleswig-Holstein als wesentlich wirtschaftsfreundlicher eingeschätzt. Um auch weiterhin von einer vertieften räumlichen Arbeitsteilung mit Hamburg profitieren zu können, sollten die sich im Hamburger Umland abzeichnenden Engpässe beim Angebot von Gewerbe- und Industrieflächen beseitigt werden. Die Impulse, die der südliche Landesteil erfährt, wirken nicht nachhaltig genug auf die übrigen Gebiete. Gefragt sind Konzeptionen, die den Standort Schleswig-Holstein insgesamt attraktiver machen. Dazu können nahezu alle Politikbereiche beitragen; insbesondere gilt dies für die bauplanerischen Vorgaben des Landes und der Kommunen, die Bildungspolitik, die Verkehrs- und Kommunikationspolitik. Wirtschaftliche Aktivität könnte sich besser entfalten, wenn unzweckmäßige Regulierungen beseitigt würden. Viele Regulierungen - z.B. im Verkehrsbereich, bei der Telekommunikation - sind mit Nachteilen für periphere Regionen verbunden, und in der peripheren Lage liegt ein gewichtiges Entwicklungshemmnis für Schleswig-Holstein. Gleiches gilt für die Lohnpolitik, die den wirtschaftlichen Gegebenheiten im Lande nicht ausreichend Rechnung trägt. • Eine solche Strategie zur Öffnung der Märkte könnte das im Grunde positive Image, das Schleswig-Holstein - auch wegen seiner wirtschaftsfreundlichen Bürokratie - offenbar bei den Unternehmen hat, erheblich verbessern. Zwar zeigt die Unternehmensbefragung, daß Schleswig-Holstein mehr das Image eines Agrarlandes als eines Industrielandes hat; aber das Land wird eher als zukunftsorientiert und dynamisch bezeichnet denn als rückwärtsgerichtet und gemächlich.

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Konrad Lammers, Rüdiger Soltwedel

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deu

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text/html

Resource resource URL

http://hdl.handle.net/10419/1082

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