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Von der Subvention zum Leistungsvertrag. Neue Koordinations- und Steuerungsformen zwischen NPOs und dem öffentlichen Sektor und ihre Konsequenzen für NPOs.

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In den Beziehungen und in der Zusammenarbeit zwischen Nonprofit Organisationen und öffentlichen Verwaltungen sind in Österreich markante Veränderungen zu beobachten. "Leere Kassen" und Sparprogramme gelten als Argument umfassender finanzpolitischer Restriktionen der öffentlichen Hand. Die Finanzierung der von NPOs erbrachten gesellschaftlichen Leistungen wird prekär. Eine theoretische Legitimation erhält diese Entwicklung durch die Diskussion zur gesellschaftlichen Verantwortung des öffentlichen und des NPO Sektors unter den Stichworten "New Public Management" und "Zivilgesellschaft". Auch supranationale Einflüsse - insbesondere jene der EU - schaffen neue Rahmenbedingungen für die Arbeit der NPOs. Die Konfrontation mit veränderten Spielregeln bedeutet für beide Sektoren eine Herausforderung. Insbesondere der anhaltende Druck in Richtung Sparsamkeit und Effizienz der öffentlichen Mittelverwendung hat erhebliche Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen NPOs und öffentlicher Hand. Ein Kernelement dieser Entwicklung ist der Positionswandel vieler NPOs von der Rolle eines in seinen Aktivitäten weitgehend freien Subventionsempfängers, der durch persönliche Vertrauensbeziehungen gestützt wird, hin zum vertraglich gebundenen Dienstleister. Resultat sind widersprüchliche Forderungen, die zu wechselseitigen Fehleinschätzungen führen und den Eindruck einer "falschen Verbindung" entstehen lassen. Einige Beispiele sollen dies verdeutlichen: 1. Zum einen wird eine verstärkte Eigeninitiative von NPOs gefordert, zum anderen unterbinden enge Ausschreibungen jeglichen Spielraum. 2. Einerseits wird im Rahmen einer Zivilgesellschaft die Beteiligung der Ehrenamtlichen hoch gelobt, andererseits machen die Einklagbarkeit von Verträgen und die Vorgabe strikter Kriterien den Einsatz von Ehrenamtlichen zum Risiko. 3. Auf der einen Seite sollen NPOs wie professionelle Unternehmen agieren, auf der anderen Seite will man von der Tradition der Bevormundung und Detailkontrolle nicht lassen. Bislang durchgeführte qualitative Interviews mit Führungskräften des NPO-Sektors und der Geldgeber sprechen u.a. folgenden Forschungsannahmen hohe Plausibilität zu: - NPOs müssen für öffentliche Geldgeber berechenbar sein. Gründete die Berechenbarkeit früher dominant im politisch-werthaften Vertrauen in bestimmte Personen, so stützt sie sich heute zunehmend auf die Professionalität und auf das Wissenspotential der NPO. Die Steuerungsmedien Macht und persönliches Vertrauen werden überlagert durch jene von Geld und Wissen. - Leistungsvertragliche Beziehungen erfordern Entscheidungen und erzwingen Organisation: In Abgrenzung von informellen Handlungsmustern gewinnt formales Handeln in NPOs an Bedeutung. Auch basisnahen NPOs stehen unter Druck, sich vom Ideal und den Fesseln der Basisdemokratie zu verabschieden. - Es gibt eine Tendenz zur Professionalisierung sowohl im einschlägig-fachlichen wie auch im betriebswirtschaftlich-instrumentellen Bereich. Innerbetrieblich führt dies nicht selten zu einer symbolische Polarisierung zwischen Fachexperten einerseits und Betriebswirten andererseits. (Autorenref.) ; Series: WU-Jahrestagung 2002

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Alfred Zauner, Michael Meyer, Susanne Praschak, Wolfgang Mayrhofer, Peter Heimerl-Wagner

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de

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application/pdf

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http://epub.wu.ac.at/718/1/document.pdf

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